Tipps für Teenager

Schütze Dich, habe Spaß.

Für Teenager ist Twitter ein spannender Ort. Du kannst berühmten Persönlichkeiten nah genug folgen, um ihnen digital auf den Fersen zu bleiben. Du kannst unter Deinen Freunden der Erste sein, der ein Bild macht, das überall verbreitet wird. Du kannst einen Account einrichten, indem Du so tust, als ob Du eine Mischung aus einem Popstar und einem Philosophen wärst – oder sogar der Cowboyhut Deines Vaters. Denn auch leblose Objekte können eine Stimme haben. Natürlich setzt all dieser Spaß voraus, dass Du Twitter sicher nutzt. Im Folgenden findest Du ein paar Richtlinien, die Dir dabei helfen.

 


Halte Ordnung

Privatsphäre und Sicherheit sind wichtige Themen, besonders weil standardmäßig jeder – ja, jeder – Deine Tweets sehen kann. Wir erklären unsere Einstellungen zu Datenschutz und Sicherheit im Einzelnen, damit Du Deine Erfahrung kontrollieren kannst. Schau Dir einmal die folgenden Artikel an:

DENK NACH, BEVOR DU INHALTE TEILST

Stell Dir die folgenden Fragen:

  • Wie nutzt Du Twitter? Als freundliche Erinnerung: Twitter ist zu 100 % öffentlich. Alle Personen mit Internetanschluss können Deine Tweets sehen, auch wenn sie keinen Account haben. Wenn Du willst, dass nur Deine Follower Deine Timeline sehen können, musst Du nur Deine Tweets schützen. Stelle anschließend sicher, dass Du mit allen, die Dir folgen, entspannten Umgang hast.
  • Bei welchen Inhalten ist das Teilen okay? Fotos von Deinem Familienausflug zum Strand oder der großen Wiedereröffnung eines Museums können bedenkenlos geteilt werden. Wenn Du eine Person auf einem Foto markieren willst, frage sie zuerst. Aber es gibt natürlich auch Dinge, die Du eindeutig nicht teilen solltest. Zum einen sind das offensichtliche Dinge wie Sozialversicherungs-/Personalausweisnummern, Passwörter oder Kreditkartennummern. Dann gibt es noch Dinge, die nicht ganz so offensichtlich sind, aber Dich genauso in Schwierigkeiten bringen könnten: Adressen, Telefonnummern oder intime Bilder oder Videos. Hast Du etwas in dieser Art getwittert? Wenn ja, solltest Du es vielleicht löschen.
  • Warum ist das wichtig? Ob auf Twitter oder anderswo: Alles, was Du im Internet postest, fällt auf Dich zurück. Die gute Nachricht ist, dass Du die Kontrolle darüber hast, was Du twitterst. Stell Dir deshalb die Frage: Was würde jemand in ein paar Jahren über Deinen Tweet denken? Was könnte ein Verwandter, ein Hochschul-Zulassungsbeamter oder ein potenzieller Arbeitgeber über Deinen Tweet denken?
  • Aber was ist, wenn jemand etwas Privates über mich postet? Wenn jemand private Informationen über Dich gepostet hat (beispielsweise Telefonnummern, Privatadressen oder Kreditkarten – Dinge eben, die Du niemals teilen würdest) und Du willst, dass diese Informationen gelöscht werden, nimm Dir einen Augenblick Zeit, um unsere Richtlinie zu privaten Informationen zu lesen, die auf Twitter gepostet ist. Bitte dann die andere Person freundlich, die Daten zu löschen; im Normalfall wird sie das tun. Wenn die Inhalte gegen unsere Richtlinien verstoßen und der Account-Besitzer sich weigert, sie zu entfernen, reiche eine Meldung ein.
MOBBING UND BELÄSTIGUNG

Wenn Du etwas siehst, das Dich verärgert, wenn jemand versucht, Streit mit Dir anzufangen oder wenn jemand einfach nicht aufhört, Dich zu stören, denke daran, dass es viele Möglichkeiten gibt, Probleme auf Twitter zu lösen, beispielsweise durch Stummschalten oder Blockieren. Hier sind ein paar Tipps:

  • Denke an die goldene Regel. Behandle andere so, wie Du behandelt werden möchtest. Bemühe Dich zu verstehen, nicht nur verstanden zu werden.
  • Tritt einen Schritt zurück. Tweets sind kurz. So wie hier. Wenn ein Tweet sich nicht richtig anhört oder unangemessen zu sein scheint, nimm Dir einen Moment Zeit, um den Kontext zu berücksichtigen. Ein Tweet, der Dir anstößig oder richtig gemein vorkommt, verliert vielleicht seine Schärfe, wenn er als Teil des größeren Gesprächs gelesen wird.
  • Jeder ist ein Kritiker. Auf Twitter hat jeder das Recht auf seine eigene Meinung. Und da es so Millionen verschiedener Meinungen gibt, sind Meinungsverschiedenheiten vorprogrammiert. Gegen eine gesunde Debatte ist auch nichts einzuwenden, solange sie tatsächlich gesund ist. Wenn eine Debatte zum Streit eskaliert, ist es oft am besten, sich herauszuhalten. Wenn das nicht funktioniert, verwende Tools wie Stummschalten oder Blockieren, um die Situation zu kontrollieren.
  • Schalte andere Accounts stumm. Das Stummschalten ist eine sanfte Methode, mit lästigen Accounts umzugehen, ohne sie zu blockieren. Es ist besonders hilfreich in Situationen, in denen jemand viele Tweets postest, die Dich gar nicht interessieren. Wenn Du beispielsweise genug davon hast, mit jemand darüber zu twittern, dass Dein Lieblingsteam hoch verloren hat, brauchst Du den Account nur stumm zu schalten. Keine Sorge: Der Account-Nutzer kann nicht sehen, dass er stumm geschaltet wurde. Und wenn Du Deine Meinung änderst, kannst Du die Stummschaltung jederzeit aufheben. Noch Fragen? Wir haben einen detaillierten Artikel über die Verwendung der Stummschaltung verfasst.
  • Blockiere andere Accounts. Durch das Blockieren unterbrichst Du die Verbindung zu einem Account, dem Du folgst oder der Dir folgt. Angenommen, jemand twittert ständig unerwünschte Kommentare und Du willst nicht mehr, dass dieser Nutzer Deine Timeline sieht, Dir Nachrichten sendet, Dich in Fotos markiert, Dir antwortet oder Erwähnungen hinzufügt, die in Deinem Mitteilungs-Tab angezeigt werden: Dann nutze die Blockierfunktion. Mit Ausnahme der Suche beendet das Blockieren jede Art von Interaktion, die Du mit einem anderen Account haben könntest. Es ist eine todsichere Methode, mit Accounts umzugehen, mit denen Du nichts zu tun haben willst, aber Du kannst sie jederzeit entblocken. Noch Fragen? Wir haben einen detaillierten Artikel über die Verwendung der Blockiertfunktion verfasst.

Außer den für Twitter spezifischen obigen Tipps, hier noch ein paar allgemeine Erkenntnisse über Mobbing und weitere Ratschläge zum Umgang damit:

  • Drangsalierer sehen sich oft nicht als solche. Tatsächlich kommt Mobbing häufiger von Freunden als von Fremden. In den meisten Fällen verhalten sich Drangsalierer so, weil sie nach Macht und Status streben. Mit anderen Worten: Viele sind mit ihrem derzeitigen Ich unzufrieden.
  • Online-Mobbing hat seine Wurzeln oft offline. Was sich geändert hat, ist, dass das Internet den Drangsalierern neue Werkzeuge an die Hand gibt, um alte Tricks auszuspielen. So kann das Mobbing nahtlos vom Klassenraum auf das Smartphone übertragen werden. Wenn Dir dies passiert, befolge nicht nur die obigen Schritte, sondern sprich mit einem Erwachsenen, dem Du vertraust – beispielsweise einem Familienangehörigen oder Lehrer – der Dir beim Umgang mit der Situation helfen kann.
  • Hilf dabei mit, einen sicheren Raum zu schaffen. Je nach Sachlage ist es oft schwer zu wissen, wie man als Opfer von Online-Missbrauch reagieren sollte. Wenn Du jemand kennst, der solchem Missbrauch ausgesetzt ist, schau nicht einfach weg. Biete stattdessen Deine Hilfe an, indem Du dem Betroffenen von den Twitter Richtlinien und Funktionen zum Umgang mit Belästigung erzählst (d.h. die Dinge, die Du auf dieser Seite gelernt hast). Hilft der Person nötigenfalls, sich an einen vertrauenswürdigen Erwachsenen zu wenden, der beim Umgang mit der Situation helfen kann. Du kannst auch in ihrem Namen Missbrauch und Belästigung melden.
  • Lerne von den Profis. Du kannst auch mit Organisationen Kontakt aufnehmen, die auf den Umgang mit Online-Sicherheitsproblemen spezialisiert sind, beispielsweise Mobbing, Belästigung und Datenschutzverstößen. Eine Liste dieser Organisationen findest Du auf unserer Ressourcen-Seite.